Gleichwertige Arbeit definieren: So erfüllen Sie die Anforderungen der EU-Entgelttransparenzrichtlinie

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verlangt, dass Unternehmen gleiche und gleichwertige Arbeit objektiv bewerten können. Doch wie lässt sich der Wert völlig unterschiedlicher Rollen nachvollziehbar vergleichen?

Mit einem strukturierten Job Grading definieren Sie gleichwertige Arbeit objektiv und schaffen die Grundlage für transparente Vergütungsentscheidungen.

Was bedeutet gleichwertige Arbeit?

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie unterscheidet zwischen gleicher und gleichwertiger Arbeit.

Gleiche Arbeit

  • gleiche Tätigkeit
  • gleiche Aufgaben
  • einfach vergleichbar

Zwei Personen üben dieselbe Tätigkeit aus, zum Beispiel als Sachbearbeiter:innen in der Buchhaltung mit vergleichbaren Aufgaben. Hier ist ein Vergleich relativ einfach.

Gleichwertige Arbeit

  • unterschiedliche Rollen
  • unterschiedliche Aufgaben
  • vergleichbarer Wertbeitrag

Eine Marketing Managerin und ein IT-Architekt üben völlig unterschiedliche Tätigkeiten aus. Dennoch können beide einen vergleichbaren Wert für das Unternehmen schaffen und deshalb als gleichwertige Arbeit gelten.

Wie definiert die EU-Entgelttransparenzrichtlinie gleichwertige Arbeit?

Die EU-Richtlinie nennt vier objektive Kriterien, anhand derer Unternehmen Rollen bewerten und gleichwertige Arbeit definieren können. Diese Kriterien bilden die Grundlage einer nachvollziehbaren und geschlechtsneutralen Stellenbewertung:

Kompetenz

Welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen sind für eine Position erforderlich?

Verantwortung

Welche Verantwortung trägt die Rolle für Menschen, Budgets oder Entscheidungen?

Belastung

Welche körperlichen oder psychischen Anforderungen entstehen beim Ausführen der Rolle?

Arbeitsbedingungen

Unter welchen Bedingungen arbeiten Mitarbeitende?

Warum Job Grading heute für viele Unternehmen relevant wird

Viele Unternehmen wissen, dass sie gleichwertige Arbeit definieren müssen. Die eigentliche Herausforderung besteht jedoch darin, völlig unterschiedliche Rollen objektiv miteinander zu vergleichen und dabei alle Stellen nach denselben Maßstäben zu bewerten.

Genau hier setzt Job Grading an. Mit einer einheitlichen Bewertungslogik können Sie:

  • gleichwertige Arbeit objektiv definieren
  • Stellen bereichsübergreifend vergleichen
  • Vergütungsentscheidungen nachvollziehbar begründen
  • Gender Pay Gaps auf einer belastbaren Grundlage analysieren
Kienbaum Grading App Demo

Job Grading wird für viele Unternehmen relevant, wenn sie

  • die EU-Entgelttransparenzrichtlinie vorbereiten und gleichwertige Arbeit definieren müssen
  • Vergütungsbänder auf einer objektiven Stellenarchitektur aufbauen möchten
  • Karriere- und Laufbahnmodelle entwickeln oder überarbeiten
  • feststellen, dass vergleichbare Stellen in unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich bewertet werden
  • eine belastbare Grundlage für Gender-Pay-Gap-Analysen schaffen möchten

Je mehr Stellen bewertet werden, desto wichtiger werden eine einheitliche Bewertungslogik, nachvollziehbare Dokumentation und konsistente Bewertungen über alle Bereiche hinweg. Deshalb setzen viele Unternehmen den Grading-Prozess heute digital um.

So definieren Sie gleichwertige Arbeit in der Praxis

Die Bewertung einzelner Stellen erfolgt nach einer einheitlichen Methodik. Dadurch werden unterschiedliche Rollen objektiv vergleichbar und Vergütungsentscheidungen nachvollziehbar dokumentiert.

Mit der Kienbaum Grading App können Sie diesen Prozess digital umsetzen und:

  • Stellen objektiv bewerten
  • Inkonsistenzen frühzeitig erkennen
  • gleichwertige Arbeit nachvollziehbar dokumentieren
  • eine belastbare Stellenarchitektur aufbauen

Erleben Sie in einer kurzen Demo, wie Sie gleichwertige Arbeit Schritt für Schritt definieren

Mockup mit Screenshot von der Positionsübersicht und dem KI Feature der Grading App von Kienbaum

Sie möchten tiefer in das Thema Definition gleichwertiger Arbeit einsteigen?

Der Beitrag „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit: Ihr Leitfaden für ein rechtssicheres Job Grading“ beantwortet die wichtigsten Fragen zur Definition gleichwertiger Arbeit und zeigt, wie Unternehmen die Anforderungen der EU-Entgelttransparenzrichtlinie grundsätzlich erfüllen können.

Lesen Sie diesen Leitfaden, wenn Sie erfahren möchten,

  • wie ein typisches Job-Grading-Projekt abläuft
  • wie Unternehmen gleichwertige Arbeit in der Praxis bewerten
  • welche Herausforderungen dabei entstehen und
    wie digitale Tools und KI den Prozess unterstützen

Jetzt zum Leitfaden

Häufig gestellte Fragen zum Thema gleichwertige Arbeit

Ist Job Grading gesetzlich vorgeschrieben?

Nein.

Die Richtlinie schreibt kein bestimmtes Verfahren vor. Sie verlangt jedoch, dass Unternehmen nachvollziehbar erklären können, wie sie gleichwertige Arbeit bewerten. Job Grading ist dafür der in der Praxis am häufigsten gewählte Ansatz.

Reicht es aus, gleiche Stellen zu vergleichen?

Nein.

Die Richtlinie verlangt ausdrücklich den Vergleich gleichwertiger Arbeit. Deshalb müssen Unternehmen auch unterschiedliche Rollen objektiv miteinander vergleichen können.

Was ist der Unterschied zwischen gleicher und gleichwertiger Arbeit?

Gleiche Arbeit beschreibt identische oder sehr ähnliche Tätigkeiten.

Gleichwertige Arbeit beschreibt unterschiedliche Rollen, die anhand objektiver Kriterien einen vergleichbaren Wertbeitrag für das Unternehmen leisten können.

Definieren Sie gleichwertige Arbeit nachvollziehbar und rechtssicher mit unserer Grading App

Viele Unternehmen stehen aktuell genau an diesem Punkt: Sie wissen, dass sie gleichwertige Arbeit definieren müssen, sind sich aber noch unsicher, wie sie dabei praktisch vorgehen sollen.

Gerne zeigen wir Ihnen in einer persönlichen Demo, wie Sie mit der Kienbaum Grading App Stellen objektiv bewerten und die Grundlage für die EU-Entgelttransparenzrichtlinie schaffen.

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